Penkun Grünz Sommersdorf Wollin
Krackow Hohenholz
Storkow Glasow
 
1289 wird erstmalig die Kirche und das Dorf Grünz erwähnt.
1685 nach den schlimmen Zeiten des 30- jährigen Krieges stiftet Jakob Rudo ein zinnernes Taufbecken, das noch heute in Gebrauch ist.
1793 wird ein Kanzelaltar in der Kirche errichtet, der im Brand von 1888 vernichtet wurde.
1854 wird ein großer Kirchenumbau vorgenommen, bei dem die Kirchenfenster stark vergrößert wurden. Die Kirche wurde mit Ziegelsteinen ausgelegt. Die erste Orgel wird nach Abnahme durch Carl Löwe (Stettin) für 600 Taler gekauft.
1888 am 04.05. setzt um 12.30 Uhr ein Blitzschlag den Kirchturm in Brand, der die gesamte Kirche mit Altar, Orgel und Glocken zerstört.
1890 wird die Kirche mit dem Turm innerhalb eines halben Jahres wieder aufgebaut. Der Altarraum wird als Apsis errichtet und schließt mit dem Stufengiebel (siehe Foto links) die Kirche im Osten ab. Eine Orgel wird von der Orgelbaufirma Grüneberg (Stettin) aufgebaut. Sie wurde 1945 zerstört.
1977 wird nach 7- jähriger Nichtbenutzung der Kirche wegen Schwammbefalls eine große Innenrenovierung in Angriff genommen: Schwammsanierung an Decke und Gestühl (der Bankmittelblock wird aufgestellt), Ausmahlung von Kirche und Gemeinderaum und Aufrichten des Altarkreuzes. Bei Abbrucharbeiten am Altar findet der Kirchendiener Werner Bartz eine Büchse mit Münzen aus verschiedenen Jahrhunderten, einen Baubericht über den Wiederaufbau von 1888 und einen beschädigten Abendmahlskelch von 1727, gestiftet von Erdmann Richert.
1989 Generalreparatur des Kirchturms mit Kupferdeckung (Geschenk der Partnergemeinde) und 700-Jahrfeier von Kirche und Dorf.
Fotos: April 2005
Um die Kirche Grünz zu besichtigen,
melden Sie sich bitte bei:
Herr Buchholz, Dorfstr. 33 oder
Frau R. Wiegandt, Dorfstr. 7
 
Kirche Wollin
1240 - Das Dorf Wollin wird als “Woldin” (das bedeutet Ochsenort) erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Hier wurde vieleicht der slawische Ochsengott Woloß verehrt.
1261 - Wollin hat eine Kirche, die mit ihren Einkünften zur St. Peterskirche in Stettin gehört. Die Kirche ist ein relativ ursprünglicher Bau aus Feldsteinen der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik. Aus dieser Zeit stammen neben den Wänden mit zum Teil erhaltenen Fugeneinritzungen am unteren Ostgiebel das große Turmportal und eine kleinere Eingangspforte auf der Nordseite.
1292 - wird der Kirchturm errichtet, der 1772 erneuert und aufgestockt wird, ausserdem wird eine neue Bekrönung auf seine Spitze montiert.
Um 1700 ist der barocke Altar mit einem 2-geschössigen Säulenaufbau und geschnitzten Wangen aufgestellt worden. Die auf Holz gemalten Bilder zeigen unter in der sogenannten Predella das Abendmal Jesu mit seinen Jüngern, in der Mitte Christus vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane und ganz oben seine Grablegung.
1717 - wird die barocke Kanzel errichtet, zusammen mit einem neuen Beichtstuhl.
Um 1700 ist die Taufschale aus Messing gefertigt worden mit einer Darstellung von Adam und Eva im Paradies. Die Schale wurde uns als Fundstück von der Flucht 1945 aus Friedefeld zugetragen, wo sie viele Jahre als Gänsefutterschale gebraucht worden ist (der Tauftisch ist von 1861).
1853 - ist die Orgel von der Firma Wiegener und Schramm aus Stettin für 630 Taler gebaut worden. Sie hat als eine der wenigen Orgeln im Umkreis die Nachkriegszeit überstanden und wird noch heute regelmäßig im Gottesdienst gespielt. Die Kirche wird in diesem Jahr auch renoviert und umgebaut: Vergrößerung
1990/91 wird der Kirchturm restauriert und dabei neu verschalt und mit einem Kupferdach versehen. Die schadhafte Bekrönung wird erneuert, die alte Kugel vergoldet und ein neues Kreuz angefertigt (in der Werkstatt Schwuchow, Angermünde). Die gesamte Kirche wird neu verfugt und erhält eine neue Bedachung.
Um die Kirche Wollin zu besichtigen,
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Fam. J. Klütz, Lindenstr. 8
 
Die Dorfkirche in Glasow wurde im 13. Jh. errichtet.
Es ist ein rechteckiger Feldsteinbau mit Westturmunterbau von Schiffsbreite.
In der Ostwand ist eine Dreifenstergruppe vorhanden.
Der quadratisch verbreiterte Turmaufsatz mit barockisierender Haube von 1891.
Kanzel in Spätrenaissanceformen, unter dem Schalldeckel gibt es ein Tafelbild des segnenden Christus, 1698 datiert.
Kronleuchter, Messing, 1707.
Leuchterpaar, Messing, 1696 und 1697.
Glocke 1664 von Georg Köckeritz, Stettin.
In der Kirchhofsmauer verputztes Backsteinportal mit Rundbogendurchfahrt, ca. 16. Jh.
Links auf dem Foto sehen Sie eine Innenansicht der Kirche.
Um die Kirche in Glasow zu besichtigen,

melden Sie sich bitte bei
dem Evangelischen Pfarramt Retzin
Tel.: 03 97 49/ 2 04 65
 
Im Unterschied zu unseren anderen Dorfkirchen kennen wir für Storkow z.Zt. kein Ersterwähnungsdatum aus irgendeiner Urkunde. Jedoch lassen Bauweise und die regelmäßigen Feldsteinquader erkennen, daß auch dieser Kirchenbau aus der Zeit der Kolonisation um1250 stammt. Die einzige uns in den Weltkriegen verbliebene Glocke ist 1686 von Lorentz Köckeritz in Stettin gegossen worden. Im Jahr 1997 stand die Kirche von Storkow im Mittelpunkt allgemeinen Interesses, denn ihr Kirchturm konnte auf sein 250- jähriges Bestehen zurückschauen - das wies die alte Wetterfahne mit der Jahreszahl 1747 aus (jetzt im Dorfmuseum Storkow zu besichtigen). Ein Anhalten an der befahrenen Storkower Dorfstraße lohnt, um Kirche und Kirchhof mit einem Maulbeerbaum und vielen historischen Grabdenkmälern anzuschauen.
Um die Kirche Storkow zu besichtigen,
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Dachdeckerei Sterling
Petersilienberg
 
Die Krackower Kirche wurde im 13. Jh. gebaut. Es ist ein Granitquaderbau der Übergangszeit mit rechteckigem Grundriss von 18,80 m Länge und 8,80 m Tiefe im Lichten.

Der Bau ist in der zweiten Hälfte des 19. Jh. der altenKunstformen entkleidet, die Fenster sind erweitert und mit Ziegeln in Rundbogenschluss eingefasst, im Osten eine Apsis und Ecklisenen in Rohbau in Ziegel von Normalformat angefügt.
Ein vermauertes Quaderportal alter Art ist an der Südseite erkennbar. Im Westen ist schon im Ausgang des Mittelalters
sehr roh aus Findlingen ein Turm von annähernd geviertförmigem Grundriss erbaut, der jetzt einen modernen Oberbau aus Backsteinen trägt. Der Kirche Krackow wurde leihweise ein Altarkreuz (Kreidegrund, vergoldet) zur Verfügung gestellt.
Es ist eine Arbeit des Bruders von Caspar David Friedrich.
Von 2002 - 2003 wurde die Kirche innen restauriert
Um die Kirche in Krackow zu besichtigen,
melden Sie sich bitte bei dem Evangelischen Pfarramt Retzin
Tel.: 03 97 49/ 2 04 65